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Die Piratenfraktion im Landtag NRW spricht sich dafür aus, die zu erwartenden Mehreinnahmen aufgrund von Sondereffekten im Rahmen des Länderfinanzausgleichs zumindest teilweise für die notleidenden NRW-Kommunen aufzuwenden.

Robert Stein, finanzpolitischer Sprecher der Piratenfraktion NRW, sagt: „Wir müssen die günstige konjunkturelle Lage jetzt nutzen, um den Kommunen wieder Luft zum Atmen zu geben. Sowohl die Benchmark-Analyse von PricewaterhouseCoopers als auch eine Untersuchung von Ernst & Young machen deutlich, dass zahlreiche NRW-Kommunen nicht mehr aus eigener Kraft dem Schuldensumpf entkommen können.“ Der Stärkungspakt Stadtfinanzen reiche derzeit nicht aus. Außerdem würde im Rahmen des Stärkungspakts die Grundsteuer B angehoben und damit die Konsolidierung auf dem Rücken der Bürger abgewickelt, so Stein weiter.

Dietmar Schulz, Obmann der Piratenfraktion im Ausschuss für Haushalt und Finanzen, unterstreicht die Finanzierbarkeit der Forderung: „Sowohl die globale Minderausgabe in Höhe von 750 Millionen Euro, als auch die prognostizierten Mehreinnahmen aus dem Länderfinanzausgleich in Höhe von 600 Millionen Euro übersteigen deutlich das, was wir als Piraten an Umverteilungsausgaben fordern. Der Vorwurf, wir würden eine höhere Neuverschuldung in Kauf nehmen, erscheint hier grotesk.“ Dass die Landesregierung die Mehreinnahmen zur Refinanzierung der WestLB-Nachfolgerin Portigon einsetzen will, kommentiert Schulz folgendermaßen: „Wir Piraten wollen Kommunen retten, während die Landesregierung weiterhin in Bankenrettung investiert.“

Sollten die Forderungen der Piratenfraktion nach wie vor abgelehnt werden, so fordern Schulz und Stein zumindest die Verringerung der Neuverschuldung durch die entstehenden Mehreinnahmen, um die Schuldenlast für nachfolgende Generationen zu verringern.

Verantwortlich für diese Pressemitteilung: Piratenfraktion im Landtag NRW, Pressesprecher Ingo Schneider, presse [ at ] piratenfraktion-nrw.de

2 Kommentare an “Mehreinnahmen sollten Kommunen zukommen”

  • Jacky Neiwel

    Vllt ist es garnicht so schlecht, wenn man ein paar verschuldete Kommunen hat. Dort gibts oft günstigere Mieten und Grundstücke, wo sich Unternehmen ansiedeln können. Das silicon valley in Kalifornien ist ein Beispiel dafür, wie klamme Kassen einer Region, einen Nährboden für Innovation und Wachstum schaffen können. Es ist für ein Unternehmen heutzutage nicht mehr wichtig, wo es steht, sondern vielmehr wie man dort hin kommt. Investiert das Geld in Infrastruktur wie Straßen, Zugverbindungen, Wasserwege, Flughäfen, Energie, Kinderbetreuung, Bildung und zuletzt Telekommunikation und die Kommunen werden von selbst wieder auf die Beine kommen. Ihnen einfach bloß Geld zu geben bringt wenig bis garnichts.

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