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Der eSport wird im Land NRW als Wirtschaftsfaktor und als Jugendkultur für Sonntagsreden abgetan

Elektronischer Sport, eSport, ist seit über 10 Jahren Teil der globalen Sportlandschaft. In Deutschland sind Menschen, die Computerspiele spielen, durchschnittlich 35 Jahre alt und knapp zur Hälfte weiblich. Für Lukas Lamla, Sportpolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen ist dies  eine starke demographische Grundlage für die politische Anerkennung und Förderung dieser Sportart.

Für mich sind elektronische Sportarten schon längst Teil des Breitensportes und des privaten wie professionellen sportlichen Wettkampfes geworden. Diese Realität ist noch nicht in den Köpfen der regierungstragenden Fraktionen, sowie der CDU Fraktion angekommen. Die Debatte uferte zwischen Allgemeinplatzen zur Gamescom, der Einordnung als Jugendkultur und der Problematisierung von Energydrinks im elektronischen Breitensport, aus.

Lamla erlebte die Debatte als zäh und fortschrittsfeindlich:

Ich habe das Gefühl, dass manche noch im 21. Jahrhundert ankommen müssen. Während Länder wie Südkorea oder Frankreich die Zeichen der Zeit schon längst erkannt haben, ruhen sich die hiesigen Politiker auf Sonntagsreden zur Gamescom und den Almosen der Film- und Medienstiftung aus.

Währenddessen heizte sich die Debatte auf Twitter unter dem Hashtag #ltnrw und #esports seitens der Gamesfans auf. Sie fühlten sich von den Politikern im Landtag falsch verstanden und verlangten eine klarere Sicht auf die Situation des eSport in Deutschland. Eine eSportlerin beklagte, dass sich Deutschland so weiter im internationalen Rahmen nicht mit Ruhm bekleckert.

 

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